Ausland

Slowenen sagen Nein zu Pensionsreform

Die als bedeutsam für die Bonität des Euro-Staates Slowenien gewertete Rentenreform ist offenbar an einem Referendum gescheitert. Erste Auszählungsergebnisse wiesen auf eine klare Ablehnung des Reformvorhabens hin, teilte die Wahlkommission gestern Abend mit.

Demnach stimmten 71,9 Prozent der Slowenen gegen die Reform, lediglich 28,1 Prozent dafür. Vordergründig ging es bei der Volksabstimmung um eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre. Zurzeit liegt es für Frauen bei 57 und für Männer bei 58 Jahren.

Nahe an „kritischer Situation“

Tatsächlich stand nach den Worten von Sloweniens Notenbankchef Marko Kranjec viel mehr auf dem Spiel. „Slowenien sollte sich bewusst sein, dass es nur einen kleinen Schritt von einer kritischen Situation entfernt ist“, hatte er vor kurzem erst gewarnt.

Slowenien trat im Jahr 2004 der EU bei und führte 2007 den Euro ein. In Umfragen hatte sich abgezeichnet, dass die Wähler die Rentenreform der Mitte-Links-Regierung ablehnen werden. Analysten warnten, dies könne negative Folgen für die Kreditwürdigkeit des Landes haben, die entscheidend für seine Kreditkosten ist.

Berlin warnte Slowenien

Die deutsche Regierung hatte sich am Freitag in einem ungewöhnlichen diplomatischen Akt für eine Erhöhung des Renteneintrittsalters in Slowenien ausgesprochen. Hinter den Äußerungen stehen offenbar Sorgen, Slowenien könnte von den Kapitalmärkten als der nächste Problemfall in der Euro-Schuldenkrise ausgeguckt werden.

Peru: Humala erklärt sich zum Sieger der Wahl

Der Linksnationalist Ollanta Humala (48) hat sich gestern (Ortszeit) faktisch zum Sieger der Präsidentenwahl in Peru erklärt. „Alles weist darauf hin, dass wir die Wahl gewonnen haben“, sagte er in der Hauptstadt Lima. „Am 28. Juli werde ich das Amt als Präsident aller Peruaner antreten“, fügte er vor Journalisten hinzu.

Inoffizielle Hochrechnungen sahen ihn bei etwa 52 Prozent der Stimmen und damit rund vier Prozentpunkte vor seiner Widersacherin, der konservativen Keiko Fujimori. Sie versprach, eine eventuelle Niederlage anzuerkennen, wollte jedoch die offiziellen Zahlen abwarten.

Zuerst Städte ausgezählt

Die offizielle Auszählung der Stimmen durch die nationale Wahlkommission Onpe bestätigte den Sieg Humalas. Allerdings werden dort zuerst die Stimmen aus städtischen Wahllokalen registriert. Dort aber hat Fujimori eher mehr Anhänger. Ihr Rückstand war deshalb zunächst nicht so groß, wie in den Hochrechnungen auf Grundlage paralleler Auszählungen von Stimmzetteln im ganzen Land.

Nach Angaben der Onpe lag Humala nach Auszählung von 78,30 Prozent der Stimmen bei 50,08 Prozent, dicht gefolgt von Fujimori, die nach diesen Teilergebnissen auf 49,91 Prozent kam. Allerdings galt es als sicher, dass sich dieses Stimmenverhältnis mit der weiteren Auszählung von Stimmzetteln aus entlegeneren Regionen zu Gunsten Humalas verschieben würde.

Sieg der Regierung bei Wahlen in Mazedonien

Der Sieg der Regierungsparteien in Mazedonien bei den gestrigen Parlamentswahlen hat sich stabilisiert. Nach Auszählung von über 60 Prozent der Stimmen erzielte das Regierungslager einen klaren Sieg, berichtete die staatliche Wahlkommission am Montag in Skopje.

Die Konservativen von Regierungschef Nikola Gruevski erklärten sich mit 55 von 123 Parlamentssitzen zum Wahlsieger. Gemeinsam mit den bisherigen Koalitionspartnern habe sie auch in der neuen Volksvertretung wieder eine deutliche Mehrheit. Die oppositionellen Sozialdemokraten erzielten nach offiziellen Angaben 33 Prozent der Stimmen.

Eines der ärmsten Länder Europa

Der kleine Balkanstaat gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Es gibt seit Jahren Spannungen zwischen der slawischen Mehrheit und der albanischen Minderheit, die knapp ein Drittel der Bevölkerung ausmacht. Die Annäherung Mazedoniens an die NATO und EU wird vom Nachbarn Griechenland blockiert. Griechenland will, dass Mazedonien seinen Staatsnamen ändert, weil in Nordgriechenland schon eine Provinz mit diesem Namen existiert.

Waffenruhe im Jemen hält offenbar

Im Jemen scheint die jüngst zwischen den Konfliktparteien vereinbarte Waffenruhe zu halten. Damit entspannte sich die Lage in der Hauptstadt Sanaa heute etwas, nachdem es dort in den vergangenen zwei Wochen zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Präsident Ali Abdullah Saleh und seinen Kritikern gekommen war.

Etwa 200 Menschen wurden dabei getötet. In Sanaa feierten die Menschen friedlich die Ausreise des Präsidenten ins benachbarte Saudi-Arabien, wo sich Saleh einer Operation an der Brust unterzogen hatte. Nach Krankenhausangaben in Riad hat er den Eingriff gut überstanden und ist auf dem Weg der Besserung.

Ausreise weckt Hoffnungen

Die Ausreise Salehs, wenn auch nur aus medizinischen Gründen, hat beim Volk im Jemen die Hoffnung auf einen baldigen Wechsel an der politischen Spitze des Landes geweckt. Saleh war am Freitag bei einem Angriff auf seinen Palast verletzt worden und musste sich daher einer Operation unterziehen. Bei dem Angriff waren sieben Menschen getötet worden.Die Proteste im Jemen dauern seit Januar an. Die Menschen fordern den Rücktritt Salehs, der das Land seit 33 Jahren regiert.

Unterdessen appellierte Deutschland zusammen mit Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien an die Jemeniten, die vom saudi-arabischen König Abdullah initiierte Waffenruhe einzuhalten. Der Jemen solle nun rasch den Weg der Versöhnung finden, damit das Volk seine Regierung demokratisch wählen könne. „Wir sind bereit, ihm dabei unsere volle Unterstützung zu gewähren.“

USA für Pakistaner größere Gefahr als Terror

Die USA stellen inzwischen nach einer Umfrage für mehr als ein Drittel der Pakistaner die größte Bedrohung der südasiatischen Atommacht dar. Amerika wird damit in der nicht repräsentativen Befragung von 500 Pakistanern durch die deutsche Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) als gefährlicher wahrgenommen als die Wirtschaftskrise, der Terrorismus oder der Erzfeind Indien.

Auf die Frage nach der größten Bedrohung für Pakistan nennen 38 Prozent die USA, gefolgt von der Wirtschaftskrise (31 Prozent) und von Terroristen (22 Prozent). Nur noch neun Prozent halten die benachbarte Atommacht Indien für die größte Gefahr. KAS-Landeschef Babak Khalatbari nannte die Ergebnisse „überraschend“.

Für jeden Dritten lebt Bin Laden noch

Nach der heute veröffentlichten Umfrage glaubt fast jeder Dritte (31 Prozent), dass Al-Kaida-Chef Osama bin Laden noch am Leben ist. Fast drei Viertel der Befragten geht davon aus, dass Bin Laden zumindest nicht bei der eigenmächtigen US-Operation Anfang Mai in der nordpakistanischen Stadt Abbottabad getötet wurde.

Türkei-Veto: OSZE legt Plassnik-Nominierung auf Eis

Nach dem überraschenden Veto aus der Türkei wird Österreichs ehemalige Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) nicht wie ursprünglich angestrebt für das Amt der OSZE-Vorsitzenden nominiert. Die Entscheidung über die Besetzung des Postens wurde laut OSZE somit bis auf weiteres auf Eis gelegt - die Kandidatur Plassniks bleibe aber aufrecht. Die Vorgangsweise der Türkei sorgt unterdessen weiter für diplomatische Verstimmungen.

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Inland

Ortstafeln: Volksbefragung per Brief in Kärnten

Heute beginnt die von der FPK initiierte Volksbefragung über die Lösung der Frage der zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten. Ein Brief geht an alle Wahlberechtigten im Land, in dem gefragt wird, ob man mit dem gefundenen Kompromiss einverstanden ist.

Eine „normale“ Volksbefragung war nicht möglich, weil die gesetzlichen Grundlagen fehlen, die anderen Parteien in Kärnten lehnen die Aktion als Geldverschwendung ab.

Bis 17. Juni

Bis zum 17. Juni müssen die Rückantworten beim Land eingelangt sein. Wie hoch die Beteiligung sein wird, wagt niemand zu prognostizieren, sie dürfte aber relativ niedrig sein. Das Resultat soll am 20. Juni präsentiert werden.

Bereits am Dienstag wird der Entwurf für das Verfassungsgesetz, das Ortstafeln, Amtssprache und Volksgruppenförderungen regelt, im Ministerrat beschlossen und im Juli dem Nationalrat vorgelegt.

Faymann: Volksbefragung zur Wehrpflicht bei Wahl

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) erwägt, die von der SPÖ propagierte Volksbefragung zur Wehrpflicht gleichzeitig mit der nächsten Nationalratswahl durchzuführen. Diese Variante käme dann zum Zug, wenn er die ÖVP im Herbst auch „mit vielen guten Argumenten“ nicht von einem Referendum überzeugen könne, erklärte der SPÖ-Chef in der „Kronen Zeitung“ (Montag-Ausgabe).

Sollte die Volksbefragung am Wahltag ebenfalls auf Widerstand der Volkspartei stoßen, könnte sich Faymann ein gemeinsames Vorgehen mit FPÖ und Grünen vorstellen, um wenigstens dann 2013 einen Volksentscheid zu erzwingen.

ÖGB-Chef Foglar pocht auf Vermögenssteuer

ÖGB-Präsident Erich Foglar hat gestern die Forderung der Gewerkschaft nach einer Finanztransaktions- und einer Vermögenssteuer bekräftigt. Die Kritiker der Vermögenssteuer, die von einer Belastung des breiten Mittelstandes warnen, sah Foglar im Land der Märchen.

„Das ist Kasperl und Pezibär“, sagte der ÖGB-Chef in der ORF-Pressestunde. Die von der Gewerkschaft forcierte Besteuerung würde nur Vermögen ab 700.000 Euro treffen und so viel habe in Österreich „fast niemand“. Vielmehr würde ein Prozent der Haushalte 33 Prozent des Vermögens halten.

Foglar wies auch die Aussage von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) zurück, die die Vermögenssteuer als „Schnüffelsteuer“ bezeichnete. Es gehe nicht ums Schnüffeln, sondern um eine faire Verteilung.

ÖVP winkt ab

Die ÖVP, aber auch die Wirtschaft und die Industrie erteilten dem Wunsch nach einer Vermögenssteuer prompt eine Absage. „Mit der ÖVP wird es keine Mittelstandssteuern a la ÖGB geben“, sagte ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch in einer Aussendung. Denn die „Belastungsideen von Foglar“ würden genau jene treffen, „die für den Erhalt des Sozialstaates Österreich einen massiven Beitrag leisten“.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (ÖVP) wies Debatten über neue Steuern oder die Erhöhung bestehender Steuern als „brandgefährlich“ zurück. Als „sachlich teilweise nicht nachvollziehbar“ bezeichnete der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, Foglars Aussagen.

Kritik kam auch von der Opposition. Foglar habe sich erneut als „willfähriger Handlanger der SPÖ-Propaganda erwiesen“, meinte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Der stellvertretende Bundessprecher der Grünen, Werner Kogler, riet Foglar, „seine Steuerwünsche allen voran der SPÖ vortragen. Die SPÖ ist nämlich mitverantwortlich, dass Millionenerben keine Steuern zahlen“, so Kogler. BZÖ-Arbeitnehmersprecher Sigisbert Dolinschek attestierte Fogler wiederum „Ideenlosigkeit“.

Sport

Fußball: Pacult lästert über Rapid

Peter Pacult und Rapid: Dieses Verhältnis ist wohl nicht mehr zu kitten. Der ehemalige Coach der Hütteldorfer hat sich gestern im Rahmen eines Motorsportereignisses in Spielberg kein Blatt vor den Mund genommen und Journalisten frei erklärt, was er so von den Entwicklungen bei seinem Ex-Club seit seinem turbulenten Abgang denkt. Dabei bekamen sowohl die Vereinsspitze als auch die Spieler ihr Fett ab. Mit ihm als Trainer wäre jedenfalls so manches anders gelaufen.

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Fußball: Die Erkenntnisse aus dem Deutschland-Spiel

Das 1:2 des ÖFB-Teams gegen Deutschland am Freitag in der EM-Qualifikation und die verpasste Möglichkeit auf einen Prestigeerfolg haben die Fans nur kurz geärgert. Vielmehr herrschte Erleichterung, dass das ÖFB-Team wieder einmal eine konkurrenzfähige Leistung bot, die an modernen Fußball erinnerte. Während Teamchef Dietmar Constantini sich über das „Potenzial“ im Team freute, aber nicht viel über die Gründe für die Steigerung spekulieren wollte, hat ORF.at einige Punkte zusammengestellt.

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Motorrad: Stoner macht MotoGP-WM zum Duell

Der Titelkampf in der Motorrad-Königsklasse MotoGP dürfte in dieser Saison ein Duell zwischen Titelverteidiger Jorge Lorenzo und Ex-Weltmeister Casey Stoner werden. Der australische Honda-Pilot entschied den Grand Prix von Katalonien für sich und rückte dem in Barcelona zweitplatzierten Spanier bis auf sieben Punkte nahe. Die übrigen Fahrer liegen bereits 35 und mehr Zähler zurück.

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Wirtschaft

Airlines kritisieren EU wegen CO2-Handel scharf

Scharfe Kritik an der Europäischen Union vom Weltluftfahrtverband IATA: Der Alleingang in Sachen Emissionshandel, in den die Luftfahrtindustrie ab 1. Jänner nächsten Jahres einbezogen werden soll, sei eine Schande, sagte der scheidende Generaldirektor des Luftfahrtverbandes IATA, Giovanni Bisignani.

„Nehmt den Klimawandel ernst, aber seid auch ehrlich und entwickelt eine globale Lösung dafür“, meinte Bisignani zum Auftakt der Jahrestagung des Verbandes. „Wir müssen basta zu Europa sagen“, sagte der Italiener - zu deutsch: „Es reicht!“

Vorreiterrolle der EU

Die EU hat beschlossen, einseitig ab kommendem Jänner Klimaschutzauflagen für Fluggesellschaften durchsetzen. Die Kohlendioxid-Emissionen der Luftfahrt werden dann gedeckelt und die Fluggesellschaften - auch ausländische - müssen Verschmutzungszertifikate kaufen. Allein die AUA-Mutter Lufthansa rechnet pro Jahr mit Kosten zwischen 150 und 350 Millionen Euro.

Die europäischen Airlines sehen darin eine Wettbewerbsverzerrung, wie Lufthansa-Chef Christoph Franz sagte. China habe etwa Vergeltungsmaßnahmen angekündigt - das könne europäische Airlines durch Strafzahlungen aber auch in Form von Einschränkungen der Start-und Lande- oder Überflugrechte treffen. „Der Klimawandel ist ein globales Problem, und das braucht globale Lösungen“, sagte Franz.

Zeitung: Entwurf für neue Griechenland-Hilfe steht

Die 17 Regierungen der Euro-Zone haben sich nach Informationen des „Wall Street Journal“ („WJS“) auf den Entwurf für ein neues Griechenland-Hilfspaket geeinigt. Dabei handle es sich um eine „vorläufige Vereinbarung“, die eine Beteiligung privater Geldgeber im Umfang von 30 Milliarden Euro vorsehe, berichtete das „WSJ“ gestern in seiner Onlineausgabe. Das Blatt beruft sich auf ranghohe EU-Beamte.

Demnach will die Euro-Gruppe Gläubiger ermuntern, bald auslaufende Anleihen gegen Anleihen mit einer längeren Laufzeit auszutauschen.

„Private Investoren würden einen starken Anreiz bekommen, sich zu beteiligen - denn wenn sie sich verweigern, würde das zu einem Zahlungsausfall führen“, wird ein EU-Beamter zitiert. Zugleich würden die Regierungen Griechenland frisches Geld aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF zur Verfügung stellen.

Das Comeback der Seidenraupe

Seide ist nicht nur für die Modewelt einer der begehrtesten und hochwertigsten Stoffe: Wissenschaftler arbeiten längst daran, die elastischen und gleichzeitig starken Fasern auch in anderen Bereichen zum Einsatz zu bringen. Vor allem in biomedizinischen Anwendungen erhofft man sich revolutionäre Möglichkeiten.

Einzig die Herstellung der Seidenfasern stellt die Forscher noch vor Probleme: Lange galten Spinnen als die effizientesten Lieferanten, für die „Massenproduktion“ sind sie jedoch ungeeignet. Und so versucht man wieder zu der traditionellen Möglichkeit zurückzukehren, mit der in China vor Jahrhunderten Seide gewonnen wurde: der Seidenraupe.

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Chronik

Christchurch erneut von Erdbeben erschüttert

Die neuseeländische Stadt Christchurch ist heute von einem neuen Erdbeben erschüttert worden. Der Erdstoß hatte nach ersten Angaben eine Stärke von 5,5. Es habe nur kleinere Schäden gegeben, berichteten neuseeländische Medien. Der Seismologe Brian Ferris meinte, das Beben läge von der Stärke her im Rahmen der Vorhersagen.

Tödliches Beben im Februar

Die Innenstadt der zweitgrößten Stadt Neuseelands war im Februar von einem Beben der Stärke 6,3 erschüttert worden. Dabei kamen etwa 180 Menschen ums Leben. Bereits im September richtete ein Beben der Stärke 7,1 dort erhebliche Schäden an.

Mindestens 900 Büro- und Geschäftsgebäude sind zerstört. Die Häuser müssten abgerissen werden, bevor der Wiederaufbau beginnen könnte, sagte Warwick Isaacs von der eigens eingerichteten Wiederaufbaubehörde der Region Canterbury Mitte Mai. 300 weitere Geschäfte und Bürogebäude in den Vororten seien ebenfalls nicht mehr zu retten. Zusätzlich sind Hunderte Privathäuser teilweise schwer beschädigt.

Anhörung von Strauss-Kahn - Klage wird verlesen

Der zurückgetretene IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn erscheint heute wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung eines Zimmermädchens in einem New Yorker Luxushotel vor Gericht. Bei der Anhörung in Manhattan wird die Klageschrift offiziell verlesen, anschließend wird erwartet, dass der Franzose auf „nicht schuldig“ plädiert.

In seinem Rücktrittsschreiben an den Internationalen Währungsfonds hatte Strauss-Kahn die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Bei einer Verurteilung droht dem Politiker eine Haftstrafe von maximal 74 Jahren.

Nach seiner Festnahme am 14. Mai hatte Strauss-Kahn zunächst vier Nächte im Gefängnis verbracht, mittlerweile steht er in einem luxuriösen Stadthaus in Manhattan unter Hausarrest.

„6 aus 45“: Vierfachjackpot geknackt

Ein Spielteilnehmer aus Tirol tippte gestern als Einziger die „sechs Richtigen“ und knackte damit den Vierfachjackpot mit fast 7,2 Mio. Euro.

Die Gewinnzahlen lauten:

8 15 16 18 21 29 Zusatzzahl 11

Sechs Gewinner teilen sich den Joker.

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

5 1 9 2 6 7

Nähere Angaben auf der Website der Österreichischen Lotterien

Alle Angaben ohne Gewähr

Lange Wartezeiten wegen Grenzkontrollen

Auf der Südautobahn (A2) haben gestern Nachmittag Autofahrer von Italien nach Kärnten rund eine Stunde Wartezeit in Kauf nehmen müssen. Grund waren die Grenzkontrollen wegen des Weltwirtschaftsforums.

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Zug kollidierte mit Kühen: Zwei Tiere tot

In Selzthal (Steiermark) sind gestern zwei Kühe bei einer Kollision mit einem Zug getötet worden. Die Tiere dürften ein Stück eines Zaunes niedergetrampelt und sich auf die Gleise verirrt haben.

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Gesundheit

30 Jahre Aids: Reagans fatale Ignoranz

Vor 30 Jahren haben kalifornische Mediziner erstmals die Krankheit Aids beschrieben - noch ohne einen Namen dafür zu haben. Dass die Krankheit zu einer globalen Epidemie wurde, ist auch einer hartnäckigen Mischung aus Versäumnissen und Vorurteilen geschuldet. Insbesondere der ignorante Umgang des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, der in Aids die „Rache der Natur an Schwulen“ sah, hatte fatale Folgen: Kostbare Zeit verstrich, und mehr als 20.000 Menschen starben allein in den USA an Aids, bevor Reagan erstmals ein offizielles Wort zu der Gefahr fand.

Mehr dazu in Wie Reagan Aids „ermöglichte“

IT

Nintendo war Ziel von Onlineattacke

Der japanische Spielkonsolenhersteller Nintendo ist nach eigenen Angaben Ziel von Onlineangriffen geworden. Persönliche Daten oder Informationen über das Unternehmen seien dabei aber nicht verloren gegangen, teilte der in Kyoto ansässige Konzern gestern mit. Es sei kein Schaden entstanden.

Ziel der Angriffe war demnach der Server einer Tochter von Nintendos US-Sparte, sagte Unternehmenssprecher Ken Toyoda. Jemand habe sich vor einigen Wochen unrechtmäßigen Zugang zu dem Server verschafft, sagte Toyoda, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Auch Nintendo-Konkurrent Sony war erst kürzlich Ziel von einem Hackerangriff. Das Unternehmen schaltete daraufhin sein PlayStation-Netzwerk vorübergehend ab. Bei dem Angriff wurden möglicherweise Millionen Kundendaten gestohlen.

Science

Uni Salzburg: Studieneingangsphase ab Herbst

Ab Herbst gibt es für alle Studienanfänger an der Uni Salzburg neue Hürden. Sie müssen eine Studieneingangsphase absolvieren und können nur nach deren erfolgreichem Abschluss weiterstudieren.

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Kultur

Wien: Neue Vorwürfe gegen Kunsthalle-Direktor Matt

Neue Vorwürfe unter anderem wegen frisierter Besucherzahlen gegen den Direktor der Kunsthalle Wien, Gerald Matt, hat das Magazin „profil“ erhoben. Kunsthalle-Präsident Thomas Häusle wies diese umgehend zurück.

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Bauhaus Dessau würdigt Mies van der Rohe

Im Bauhaus Dessau ist seit gestern eine Ausstellung zu Ehren seines letzten Direktors Ludwig Mies van der Rohe (1886 - 1969) zu sehen. Für die Schau im Meisterhaus Muche/Schlemmer wurden Fotografien der Künstlerin Heidi Specker und des einstigen MoMa-Kurators Ludwig Glaeser (1930 - 2006) kombiniert, teilte die Stiftung Bauhaus Dessau mit.

Beide würdigen in ihren Werken auf unterschiedliche Weise die Arbeiten des Architekten Van der Rohe, der ein Freund von klaren Formen, Glas und Stahl war. Er war der dritte und letzte Bauhaus-Direktor. Speckers digitale Fotoarbeiten zeigen Architektur aus Berlin, Glaeser fotografierte Bauten von Van der Rohe in den USA in Schwarz-Weiß. Die Ausstellung ist bis 10. Juli zu sehen.

Religion

300.000 bei Papst-Messe in Zagreb

Papst Benedikt XVI. hat gestern als Höhepunkt seiner zweitägigen Kroatien-Reise auf der Pferderennbahn von Zagreb mit rund 300.000 Gläubigen die Heilige Messe gefeiert.

Die Gläubigen bereiteten dem Heiligen Vater im Papamobil einen bejubelten Empfang. Immer wieder wurden ihm Babys gereicht, die er segnete. Der Papst fuhr durch ein Spalier auffallend vieler junger Menschen, die kroatische Fahnen und Fahnen mit dem päpstlichen Wappen schwenkten.

Bereits um 3.00 Uhr in der Früh waren die ersten Teilnehmer eingetroffen. Viele hatten auf dem nahe gelegenen Messegelände übernachtet. Beim ersten Besuch von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. war 1994 noch rund eine Million Menschen zur Messe ins Hippodrom gekommen. Am Vorabend hatte Benedikt mit rund 25.000 Jugendlichen auf dem zentralen Zagreber Jelacic-Platz eine Gebetwache gehalten.

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Lifestyle

Ausstellung über Parasiten im Naturhistorischen Museum

Sie verursachen Malaria und andere Leiden, die meisten Menschen empfinden sie nur als abstoßend. Das Naturhistorische Museum in Wien zeigt in einer Ausstellung die faszinierende Welt der Parasiten und auch ihre guten Seiten.

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GTI-Treffen endet: Polizei zieht positive Bilanz

Am Sonntag ist das GTI-Treffen oder offiziell „Autonews 2011“ zu Ende gegangen. Das 30. Jubiläumstreffen verlief laut Polizei weitgehend friedlich. Es gab um ein Viertel weniger Strafmandate, auch schwere Unfälle blieben aus.

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